• Das ist die website von Ingo Stützle. Neben regelmäßigen kurzen Beiträgen (blogs) finden sich hier auch meine Artikel, Buchbeiträge sowie einen Überblick über Interviews die ich geführt und Bücher, die ich herausgegeben habe. Ab und an schreibe ich auch mal eine Buchbesprechung. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern. Meine Themenschwerpunkte erkennt ihr an der Tag-Wolke - einfach klicken. Und: Die Seite kann man natürlich auch nach Stichwörtern durchsuchen.

Kleine Geschichte der Euro-Rettung

Diesen September jährt sich die Insolvenz der Investment-Bank Lehman Brothers zum dritten Mal. Mit ihrer Pleite wurde die globale Finanz- und Wirtschaftskrise offensichtlich und auch für die deutsche Politik schwer zu leugnen. Bereits ein Jahr zuvor waren die Krisenzeichen kaum zu übersehen. Mehr lesen »

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Die endgültige Infografik zur griechischen Staatsverschuldung


Gefunden bei: titanic

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Bund verdient ca. 200 Mio. an Griechenland-Hilfe

Diese Meldung war der BILD dann doch kein Aufmacher wert:

Bund verdient ca. 200 Mio. an Griechenland-Hilfe

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Der vorsichtige Hinweis auf das no-bail-out-Gebot löste Heiterkeit aus

Der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser berichtete letztes Jahr von der Konferenz Euromoney 2009 mit dem Titel “Building a new financial architecture”:

Als die europäischen Staats- und Regierungschefs am 7. Mai 2010 ihr „Rettungspaket“ für die überschuldeten Länder im Süden der Euro-Zone schnürten, schienen sie von der Entwicklung überrascht. Glaubwürdig ist dies nicht, war doch die Problematik längst bekannt und wurde im kleinen Kreis der Banker und Finanzpolitiker offen diskutiert. So trafen sich die wichtigsten deutschen Anleger „under the auspices of the German Finance Ministry“ schon ein Jahr zuvor im Berliner Hotel Adlon, um das Risiko auszuloten. Man war sich rasch einig: Gerade weil Staatsbankrotte drohten, sei die Anlage in gefährdete Staatspapiere hoch rentabel, könne man sich doch auf ein bail out der EU – also ein Einspringen der Staatengemeinschaft – verlassen.

Weiter heißt es in einer Fußnote:

Das Panel „German fixed income investors in unchartered territory: a road map“ etwa war einhellig der Meinung, dass sich der Kauf maroder Staatspapiere auf jeden Fall lohne, weil im Ernstfall die EU intervenieren würde. Der vorsichtige Hinweis des Verfassers auf das no-bail-out-Gebot der Verträge löste unter den Panelisten (MEAG Munich Ergo, Lupus alpha, DWS Investments und McKinsey & Company) Heiterkeit aus.

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Euro-Bond? Der kleine Bruder von James Bond?

Was sind eigentlich Eurobonds, wer ist dafür und wer dagegen? Warum? Was gibt es aus einer linken Perspektive daran zu kritisieren? In der Sendung Radia Obskura wurde ich ausgequetscht.

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Schuldenkrise: Eine Verteilungs- und Machtfrage

Leider keine ›von unten‹ formulierte Feststellung:

»Nachdem die Zuwächse des Sozialprodukts während der vergangenen dreißig Jahre vornehmlich den oberen Bevölkerungsschichten zugutekamen, stellt sich in der Schuldenkrise die Frage, ob und mit welchen Mitteln die Wohlhabenden versuchen werden, ihre Position auch um den Preis einer massiven sozialen und politischen Krise zu verteidigen.« (FAZ, 20.8.11)

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Downgrade!!! Macht und Ohnmacht der Rating-Agenturen

«Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputtmachen lassen» wetterte die EU-Justizkommissarin Viviane Reding Mitte Juli 2011 gegen die Rating-Agenturen. Auch  Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte Anfang Juli gegen die Rating-Agenturen mobil: «Wir müssen den Einfluss der Ratingagenturen begrenzen.» Immer wieder scheinen sie alle Versuche von Europäischer Union, IWF und den betroffenen Staaten zunichte zu machen, die Schuldenkrise zu überwinden und den Euro zu stabilisieren. Bei genauerer Betrachtung sind Rating-Agenturen aber vor allem eine beliebte Projektionsfläche. Sie sind weder derart mächtig, wie oft unterstellt wird, noch sind die Staaten einfach «Opfer» der Agentur-Ratings. Vielmehr war es die Politik selbst, die die Rating-Agenturen zum Teil des institutionellen Arrangements des Finanzmarkt-Kapitalismus gemacht hat. >>> Weiterlesen in Standpunkte 26/2011 [pdf-Datei]

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Industriestaaten sind mitverantwortlich für die Hungerkatastrophe in Ostafrika

Die Vereinten Nationen sprechen von der „schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt“. Im Osten Afrikas sind über zehn Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht und benötigen dringend Hilfe. Die Medien interessieren sich jedoch viel mehr für das Auf und Ab an den Börsen und verhandeln die Hunger-Krise als Naturereignis und die Betroffenen als dessen Opfer. Für ak sprach ich hierüber mit Anne Jung von der sozialmedizinischen Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international. Weiterlesen in ak 563.

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Rating-Agenturen: Guter Rat ist teuer

„Europa darf sich den Euro nicht von drei US-Privatunternehmen kaputtmachen lassen“, wetterte die EU-Justizkommissarin Viviane Reding Mitte Juli gegen die Rating-Agenturen (RA) Standard -amp; Poor’s, Moody’s und Fitch. Immer wieder schienen „die großen Drei“ alle Versuche von EU/IWF und den betroffenen Staaten zunichte zu machen, die Schuldenkrise zu überwinden und den Euro zu stabilisieren.

RA geben anhand eines abgestuften Benotungssystems eine Bewertung, ein Rating ab. Sie benoten damit die Kreditwürdigkeit von Schuldnern, die Anleihen auf den Finanzmärkten platzieren wollen. Dazu gehören vor allem Staaten und große Unternehmen. Grundlage für die Bewertung sind Analysen entlang Kriterien wie Marktposition, Finanz- und Ertragslage, Eigenkapital, Zahlungsverhalten etc Mehr lesen »

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Marx: nervtötender Buchhalter

David Harvey wurde vor wenigen Jahren wiederentdeckt – u.a. durch seine Vorlesungen zum marxschen Kapital. Diese sind letztes Jahr als Buch erschienen und inzwischen auch bei VSA in deutscher Sprache erhältlich. Ich bin noch nicht durch, aber eine Stelle will ich Euch nicht vorenthalten. Zum Unterkapitel »Die Wertform oder der Tauschwert« (Stichwort Wertformanalyse) heißt es:

»Dieser Abschnitt enthält meiner Ansicht nach eine Menge langweiliges (!) Material, das allzu leicht die eigentliche Bedeutung (!!) des hier Entwickelten [zu den ersten beiden Unterabschnitt; I.S.] verdecken kann. Ich habe schon darauf hingewiesen, dass Marx manchmal den Buchhalter (!!!) raushängen lässt, was zu extrem nervtötenden Darstellungen (!!!!) führen kann: Wenn dies gleich dem ist und jenes gleich diesem und dies drei Pence kostet und jenes fünfzehn, dann ergibt sich, dass etwas anderes dem gleich ist … und so in einem fort unter Heranziehung aller möglichen weiteren Rechenbeispiele.« (S. 42)

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Althusser zur Stalinismus-Debatte der Linkspartei

Oskar ›aus der Tonne‹ Lafontaine hat mit einem Beitrag im ND eine Debatte über Stalinismus in der Linkspartei losgetreten (siehe auch Hoff, Entschuldigung!, Prof. Hoff und Lauermann). Im November 1977 hat sich auch Louis Althusser dazu geäußert: Mehr lesen »

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How Germany Profits from Greece’s Crisis

At the beginning of April 2011, Hans-Jürgen Arlt and Wolfgang Storz presented a study of the German daily tabloid Bild. In it, the media scholars analyzed the Bild series “Geheimakte Griechenland” (“Secret Dossier: Greece”), and came to the conclusion that Bild works with (racist) stereotypes and worldviews. The series lacks all journalistic standards; Bild constantly takes on “the role of the right-wing populist party missing in Germany’s political landscape.” (www.bild-studie.de) Hard accusations, but Bild’s “system” works. A mere month later, Chancellor Angela Merkel made use of the racist figure of the “lazy Greek”: whoever wants German help should please go work and not take an early retirement pension or constantly take vacations. Mehr lesen »

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Moe Hierlmeier ist tot

Moe Hierlmeier ist am 17. Juni an einem Herzinfarkt gestorben. Moe war u.a. Hauptschullehrer. Er erzählte mir mal, dass er bei einer Klassenarbeit seinen SchülerInnen die Aufgabe stellte, drei essbare Pilze aufzuzählen. Ein Schüler bekam von Moe die volle Punktzahl. Dessen Antwort auf die von Moe gestellte Frage war: »Alle Pilze sind essbar. Manche eben nur ein Mal.«

Ein Nachruf seiner politischen WegbegleiterInnen und so auch von der ak-Redaktion findet sich hier.

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Protest and Discourse in Japan since Fukushima

Seit März 2011 entwickelt sich in Tokio, Japan, eine ungeahnte Anti-AKW-Protestbewegung. das zeigt der neue Dokumentarfilm radioactivists

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Aufgeblättert: Gespenstisches Kapital

Die Presse ist von Joseph Vogls Buch “Das Gespenst des Kapitals” begeistert: “ein Text, dem es an Sprengkraft nicht mangelt” (FAZ); “eine Entzauberung der Finanzwissenschaft” (SZ); “ein frontaler Angriff auf die dorischen Säulen der Wirtschaftswissenschaften – eine brillante Studie” (Die Zeit). Ausgangspunkt für das Buch ist die Krise 2008ff. Mehr lesen »

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