Auch wenn Daths Beispiele (Postone, Pohrt etc.) nicht die meinen wären (und ich den Schluss problematisch finde), verwendet er in seinem Beitrag zu Kluges “Nachrichten aus der ideologischen Antike” doch ein schönes Bild für die neuen Möglichkeiten der Kapital-Lektüre nach 1989. Einen Punkt, den Jan Hoff, Alexis Petrioli, Frieder Otto Wolf und ich in unserer Einleitung zu Das Kapital neu lesen auch aufgegriffen hatten:
“Mit dem Ende des Realsozialismus ist auch die materielle Staatsmacht hinter dem ‘Weltanschauungsmarxismus’ verschwunden. Eine neue Kapital-Lektüre muss sich zwar mit überkommenen Lesarten auseinander setzen, gerät aber nicht mehr in die Versuchung, sich an Herrschendes anzubiedern, noch davon abzugrenzen.”
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2 Kommentare
hmm, ich erinnere mich an den beitrag. teilweise war das recht interessant. irgendwo in der zweiten hälfte des interviews erzählt dath (is das der ja ?) aber ziemlichen murks über marx, daran erinnere ich mich auch noch. müßte ich jetz nochmal gucken um zu zitieren aber dem Kenner wird es unmittelbar auffallen
Ja, das ist Dath und er redet in den 45 Minuten recht viel Murx über Marx. Trotzdem finde ich das Bild mit dem Nagel ganz gut…