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	<title>Kommentare zu: Aufgeblättert &#8211; Jan Hoff: Marx global</title>
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	<description>endgültige website für die mülltitüde</description>
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		<title>Von: Karl Marx in Sendai &#124; Ingo Stützle</title>
		<link>http://www.stuetzle.in-berlin.de/2010/01/aufgeblattert-jan-hoff-marx-global/comment-page-1/#comment-6328</link>
		<dc:creator>Karl Marx in Sendai &#124; Ingo Stützle</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 12:48:32 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Lesenswert ist Hoffs Studie in jedem Fall. Meine Besprechung für den Widerspruch findet sich hier. [...]</description>
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		<title>Von: Jörn Giest</title>
		<link>http://www.stuetzle.in-berlin.de/2010/01/aufgeblattert-jan-hoff-marx-global/comment-page-1/#comment-6138</link>
		<dc:creator>Jörn Giest</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 13:01:12 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Hoffs Buch gibt eine nützliche Übersicht über die internationale Literatur zu Marx und wendet sich dabei vornehmlich gegen den deutschen « Provinzialismus », das ist in der Tat zu begrüßen.

Dazu in Diskrepanz steht freilich sein während eines Vortrags in Berlin zu Schau gestelltes Ungeschick im Umgang mit den fremden Sprachen selbst, but never mind. Ebenfalls seltsam war die schülerhafte Behandlung, die ihm von den älteren Semestern dort zuteil wurde - ganz besonders angesichts eines solchen monumental auftrumpfenden Buches. Werden heute Marx Bücher eigentlich nur noch nach dem Prinzip larger than life geschrieben ? Wann kommt « Marx im Universum » ?

Was den Vorwurf des Provinzialismus angeht, so kann ich dem nur auf den ersten Blick beipflichten. Die Tatsache allein,  d a ß   Marx in so vielen unterschiedlichen Kulturkreisen eine Leserschaft finden konnte und sich ferner wissenschaftliche Debatten darum entwickelten, beweist mehr als genug, daß es heute völlig überflüssig geworden ist, auch nur ein einziges nicht-deutsches Buch über Marx zu lesen. Ich sehe gar nicht ein, wieso sich deutsche Waren hier von ihren angelsächsischen, französischen, japanischen usw. Pendants derart negativ « pronvinziell » absetzen sollten ?

Wenn man in Japan, und inzwischen sogar in China, nicht nur bei McDonalds essen geht, sondern die Homogenisierungstendenzen sich heute auf weite Teile des sogenannten kulturellen Konsums, der Mode etc. pp. erstrecken - dann beweist dies nichts anderes, als das jenen « Gesellschaften, in denen kapitalistische Produktion herrscht », ein allen gemeinsames, d.h. allgemeines Strukturprinzip eignet. Hoff bemüht die Geste des vielbelesenen (40 Seiten Literaturliste, dabei ist der Mann knapp 30) Kosmopoliten umsonst, was freilich den Wert seiner Arbeit nicht schmälert. Was den Theoretikern in Japan, Guatemala und Buxtehude gleichermaßen vorschwebt, ist das entwickelte kapitalistische Weltsystem. Die Art und Weise, wie sie damit umgehen, wird sich nur in Details unterscheiden : die gemeinsame Grundaufgabe garantiert auch den inneren Zusammenhang. Das Internetzeitalter wird eine weitere Homogenisierung der weltweiten Theoriedebatten mitsichbringen. In 20 Jahren ist ein Marx Buch so gut (im hier allein möglichen Sinne) wie das andere, egal in welcher Sprache es geschrieben wurde.

Mich würde noch interessieren, wann Herr Hoff es angesichts seines Alters geschafft hat, all die Bücher zu lesen, die er in seiner Literaturliste aufführt. Es gibt immerhin Habilitationsschriften, die nicht an einen solchen Umfang heranreichen. Ich bin davon sehr beeindruckt, angesichts meiner eigenen eher enttäuschenden Lesegeschwindigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Hoffs Buch gibt eine nützliche Übersicht über die internationale Literatur zu Marx und wendet sich dabei vornehmlich gegen den deutschen « Provinzialismus », das ist in der Tat zu begrüßen.</p>
<p>Dazu in Diskrepanz steht freilich sein während eines Vortrags in Berlin zu Schau gestelltes Ungeschick im Umgang mit den fremden Sprachen selbst, but never mind. Ebenfalls seltsam war die schülerhafte Behandlung, die ihm von den älteren Semestern dort zuteil wurde &#8211; ganz besonders angesichts eines solchen monumental auftrumpfenden Buches. Werden heute Marx Bücher eigentlich nur noch nach dem Prinzip larger than life geschrieben ? Wann kommt « Marx im Universum » ?</p>
<p>Was den Vorwurf des Provinzialismus angeht, so kann ich dem nur auf den ersten Blick beipflichten. Die Tatsache allein,  d a ß   Marx in so vielen unterschiedlichen Kulturkreisen eine Leserschaft finden konnte und sich ferner wissenschaftliche Debatten darum entwickelten, beweist mehr als genug, daß es heute völlig überflüssig geworden ist, auch nur ein einziges nicht-deutsches Buch über Marx zu lesen. Ich sehe gar nicht ein, wieso sich deutsche Waren hier von ihren angelsächsischen, französischen, japanischen usw. Pendants derart negativ « pronvinziell » absetzen sollten ?</p>
<p>Wenn man in Japan, und inzwischen sogar in China, nicht nur bei McDonalds essen geht, sondern die Homogenisierungstendenzen sich heute auf weite Teile des sogenannten kulturellen Konsums, der Mode etc. pp. erstrecken &#8211; dann beweist dies nichts anderes, als das jenen « Gesellschaften, in denen kapitalistische Produktion herrscht », ein allen gemeinsames, d.h. allgemeines Strukturprinzip eignet. Hoff bemüht die Geste des vielbelesenen (40 Seiten Literaturliste, dabei ist der Mann knapp 30) Kosmopoliten umsonst, was freilich den Wert seiner Arbeit nicht schmälert. Was den Theoretikern in Japan, Guatemala und Buxtehude gleichermaßen vorschwebt, ist das entwickelte kapitalistische Weltsystem. Die Art und Weise, wie sie damit umgehen, wird sich nur in Details unterscheiden : die gemeinsame Grundaufgabe garantiert auch den inneren Zusammenhang. Das Internetzeitalter wird eine weitere Homogenisierung der weltweiten Theoriedebatten mitsichbringen. In 20 Jahren ist ein Marx Buch so gut (im hier allein möglichen Sinne) wie das andere, egal in welcher Sprache es geschrieben wurde.</p>
<p>Mich würde noch interessieren, wann Herr Hoff es angesichts seines Alters geschafft hat, all die Bücher zu lesen, die er in seiner Literaturliste aufführt. Es gibt immerhin Habilitationsschriften, die nicht an einen solchen Umfang heranreichen. Ich bin davon sehr beeindruckt, angesichts meiner eigenen eher enttäuschenden Lesegeschwindigkeit.</p>
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		<title>Von: Das Kapital lesen &#187; Blog Archive &#187; Jan Hoff: Marx global (Buchbesprechung)</title>
		<link>http://www.stuetzle.in-berlin.de/2010/01/aufgeblattert-jan-hoff-marx-global/comment-page-1/#comment-6136</link>
		<dc:creator>Das Kapital lesen &#187; Blog Archive &#187; Jan Hoff: Marx global (Buchbesprechung)</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 21:01:32 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Die Besprechung findet sich hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Die Besprechung findet sich hier. [...]</p>
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